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Tee und Kaffee bei Google

Das Internet hat sich mehr und mehr in unserer Gesellschaft zu einem Leitmedium entwickelt. Früher gaben Zeitungen, später Radio und Fernsehen den Ton an. Sie waren neben Mund-zu-Mund-Propaganda die entschiedenen Quellen für Informationen. Wer etwas zu bewerben hatte, der kam um sie fast nicht herum. Okay, da waren noch die Handzettel und die Werbefläche, wie die gute alte Litfaßsäule, doch die großen Marken zog es zu den Sendestationen.

Nun, im digitalen Zeitalter geht der Weg ins Internet. Neue Schlagwörter sind Social-Media, AdWords und Suchmaschinen-Marketing. Und gerade, das Letztere bekommt mehr und mehr Gewichtung bei den Werbebudgets. Hier werden mittlerweile große Summen bereit gestellt um nicht im Wirrwarr der vielen www-Seiten unter zugehen. Das Internet ist gleichzeitig eine Tummelwiese der Gesellschaft und somit auch ein Spiegel dieser. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie sich Personen im Internet verhalten und nach was sie suchen.

Da hat es mich in unserer angeblichen Kaffeetrinker-Nation doch überrascht, was da Google Insight zum Thema Heißgetränke ausgespuckt hat. Dazu habe ich die Kategorien Tee, Kaffee und Kakao eingetragen.

Wie die folgende Grafik zeigt, sind die Suchen für Tee und Kaffee doch ähnlich hoch. Lediglich Kakao ist abgeschlagen. Die Werte stehen für die Suchvorgänge für einen bestimmten Begriff verglichen mit der Anzahl aller Suchanfragen bei Google.

Weiterhin ergab die Analyse, dass in der Kategorie Tee, Grüntee an erste Stelle bei den Suchbegriffen steht. Hier scheint es wohl noch Informationsbedarf zu geben. In der Kategorie Kaffee ist die häufigste Suchanfrage, erstaunlicherweise Tee oder Kaffee. An dieser Stelle möchte ich die Hypothese aufstellen, dass viele Menschen überlegen ob sie statt des Bohnengetränks lieber auf Tee umsteigen. Meine Antwort: Ja, man kann ja hin und wieder ein paar ausgedehnte Ausflüge in die Kaffeewelt machen.
An der blauen Linie für Tee ist schön der saisonale Verlauf zu erkennen. In den Sommermonaten fallen die Suchvorgänge schon mal in Richtung 60 Werte. Diese Werte dürften wenig überraschen. Beim Kaffee fällt dieser Verlauf weniger stark ausgeprägt.

Alles im einen ist der Unterschied im Internet zwischen Kaffee und Tee weniger auffällig als in der Realität. Mich bekräftigt es in der Überzeugung, dass Tee im Kommen ist. Oder anderes gesagt: Tee ist Internet – Kaffee klebt noch Briefmarken.

An dieser Stellen noch der Hinweis auf die erste und zweite Phase des Relaunch von Tee Heimat am 3.Mai bzw. 10. Mai.

teeversand-teekunst

12 Antworten to “Tee und Kaffee bei Google”

  1. Olaf sagt:

    na danke für die tolle Analyse. Kaffee ist halt des Deutschen Lieblingsgetränk. Beste Grüße

  2. Marc sagt:

    Das stimmt, laut Statistik ist Kaffee tatsächlich das Lieblingsgetränk in unserem Land. Wenn ich mir jetzt aber mal anschaue, wie viel Kaffee in den Büros und anderen Arbeitsstätten in den Ausguss gewandert, dürfte man gut 10-20% davon abziehen, dann wäre es wieder Wasser.

  3. Marc sagt:

    @ Olaf
    Aber wie es scheint, wird man euren Kaffee wohl nicht in den Ausguss befördern, das wäre wirklich zu schade.

  4. Torsten sagt:

    Auch ich greife als Vollblutteetrinker gerne zu einem Kaffee bzw. zu modernen Kaffee-Spezialitäten. Das passiert insbesondere in der Gastronomie, weil dort – zumindest an einigen Stellen – guter Kaffee zu bekommen ist. Beim Tee ist das leider noch weitaus schwerer. Aber an der Aufgabe arbeitet Marc ja schon mit der Tee Heimat :-) Das Hauptproblem liegt sicher beim Tee darin, dass er doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit bei der Zubereitung braucht, als Kaffee.

    Der Trend hin zum Tee ist aber auf jeden Fall da. Ob er den Kaffee in Deutschland mal überholen wird, ist mir relativ egal. Aber jeder, der Tee noch nicht für sich entdeckt hat, hat vielleicht einfach nur noch nie richtig guten Tee getrunken… Also an alle Genussmenschen: Traut Euch und findet Euren Tee. Es gibt ihn!

    Torsten

    http://www.tea-and-tea.de
    http://www.tea-and-tea.de/blog

  5. Marc sagt:

    Da stimme ich Torsten gerne zu. Tee und Kaffee sind ja keine Wettstreiter in einem Rennen. Es sind zwei Genussmittel, die beide Ihre Vorzüge haben. Es wäre doch dumm, wenn man sich einem der beiden verschließen würde, denn so geht einem eine ganze Welt an Aromen und Geschmack verloren. Auch ich trinke gerne mal nach einem Essen einen Espresso, deswegen bin ich kein Judas.

    Bei einer Sache, kann ich Torsten jedoch nicht ganz zustimmen. Wenn man die richtigen Utensilien hat und ein wenig Übung, ist die Zubereitung von Tee mindestens genau so leicht, wenn nicht sogar leichter, als die von Kaffee. Nachzulesen im Artikel – Ist doch alles Latte. Dort stelle ich zwar Tee auf ein höheres Podest, ganz einfach um die Gastronomen wach zu rütteln, aber es soll nicht heißen, entweder oder. Es ist halt mein täglich Brot Gastronomen davon zu überzeugen, dass guter Tee gut für die Umsätze und das Image ist. Da müssen auch mal härte Worte gesagt werden.

  6. Andrea sagt:

    Tee ist in unserem Land immer noch ein schwieriges Thema. Ich arbeite in der Teebranche und
    versuche die Ladeninhaber zu ermutigen, guten Tee auch auszuschenken. Woher soll der Kunde
    wissen, wie guter Tee schmeckt. Wo bekommt man außerhalb der eigenen vier Wände guten
    Tee? Tee ist noch das Stiefkind der Gastronomie und ihm haftet das Image von
    Krankheit/Medizin an. Zu oft erhält man alten und falsch gelagerten Tee. Gerade die
    hochwertigen und teuren Sorten haben das Problem. Tee ist ein Genussmittel, dessen Bandbreite
    vom gewöhnlichen Tee für den Alltag, bis zum seltenen, aus besonderen Lagen stammenden
    Spitzentee reicht. Es ist wie beim Wein. Nur vielen Kunden ist das noch nicht geläufig. Diese
    Unterschiede lassen sich am besten durch eigenes Erleben entdecken. Mir macht es immer
    großen Spaß, die Neugier auf dieses Produkt zu wecken und zu sehen, wie froh Kunden über
    Informationen sind, mit deren Hilfe sie auf die Suche nach ihrem Lieblingstee gehen können.
    Dass es einen steigenden Wissensdurst gibt, zeigen die Suchanfragen bei Google. Diese Kurven
    bestätigen meine Erfahrungen. Noch schöner ist der Informationsaustausch von Mensch zu
    Mensch bei einer Tasse Tee…. ☺
    In diesem Sinne: Hoch die Tassen !!!
    Herzliche Grüße in die Teerunde

  7. Gregor sagt:

    Sehr interessant die Statistik. Ich habe auch schon desöfteren bemerkt, dass imer mehr Besucher unserer Seiten über Suchbegriffe kommen, welche ich eher Kaffee zuordnen würde.

    Scheint wohl durchaus so zu sein, dass immer mehr Kaffeetrinker auch mal zum Tee greifen, oder vielleicht ist es ja auch so, dass immer mehr Seiten die sich mit Tee beschäftigen, auch eine kleine Auswahl an Kaffeeinformationen bereithalten.

  8. Klaus sagt:

    Ich war bisher auch nur ein Kaffeetrinker. Durch einen Bericht in einer Zeitschrift habe ich erfahren wie gesund doch Tee ist, grade auch grüner Tee. Habe erster einen „normalen“ Grüntee probiert, glaube es war ein Gabalong oder so, dieser hat mir gar nicht geschmeckt. Habe dann nach langer Suche im Internet endlich einen Tee mit Aroma gefunden der mir schmeckt. Seither bin ich Teeliebhaber und werde es auch wohl bleiben, schließlich bietet Tee viel mehr Geschmacksvielfalt als Kaffee. Ach ja hier noch der Name von meinen aktuellen Lieblings Tee „Grüner Tee Grüne Minze von Edler-Tee.de“
    Vielleicht sollte mehr über Tee und die gesunde Wirkung des Tees in den diversen Medien berichtet werden, damit die Nachfrage allgemein stiegt.
    Viel spaß noch bei Teetrinken
    Klaus

  9. Marc sagt:

    Hallo Klaus,
meistens ist es so, dass bei der Zubereitung ein paar Sachen falsch gemacht wird. So kommt es dann, das einem Tee nicht schmeckt. Hier liegt wohl das Hauptproblem – in der Zubereitung. Obwohl es ja kein Studium benötigt.
Der Punkt mit der gesunde Wirkung des Tees, was nach gängiger Meinung wohl auch so ist, sehe ich ein Hindernis. Nach meiner Meinung ist Tee über die Jahre von vielen Menschen für Gesundheitszwecke und vor allem Spiritualität “missbraucht” worden. Das hat für den Großteil der Menschen in Deutschland, Tee sehr unattraktive werden lassen. Auch da in diesen Bereiche viele Scharlatane tätig sind. Es sind Barrieren aufgebaut worden, die es jetzt wieder gilt abzureizen. Man muss nicht krank sein oder die Erleuchtung suchen, um Tee zu trinken. Tee ist ein wunderbares Genussmittel mit positiven Nebeneffekten, mehr auch nicht. Über den Genuss, die verschiedenen Anbaugebiete, die Sorten und die Geschichten rund um das alles, ist langfristig die bessere Lösung um Tee in der Gesellschaft zu verankern. Wie beim Wein, gilt es ein positive Image aufzubauen. Mit all den Besonderheiten und einzigartigen Varianten.
    Ich gebe Dir recht, wenn Du schreibst in den Medien müsste mehr über Tee geschrieben werden. Doch eine Tasse richtig aufgebrühten Tee ist schlecht in einem Artikel zu beschreiben. Und wie Du es erlebt hast, ist es ja oft. Ein Artikel hat Lust auf mehr gemacht, man ringt sich durch, kauft Tee und dann passieren ein paar kleine Fehler bei der Zubereitung und schon schmeckt er nicht. Wie es in der Natur des Menschen liegt, sucht man den Fehler nicht bei sich selbst, sondern es liegt am Getränk.
    Das Gleiche gilt für die Gastronomie. Die Gäste bekommen nur zu oft etwas vorgesetzt was mit Tee nicht viel gemein hat. Schuld ist nicht der Gastgeber, sondern der Tee an sich. Hier muss man meines Erachtens ebenfalls ansetzen. Was mein kleines Team und ich mit unserer Firma Tee Heimat versuchen. Zum einen helfen wir Gastronomen Tee als vollwertiges Getränk zu verstehen. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass so auch mehr Umsatz generiert wird. Zum anderen möchten wir die Teehändler unterstützen. Hier ist es vor allem die Kommunikation im Internet, das sich ja bekanntlich zu der Quelle für Information entwickelt hat. Mit Tee Heimat haben wir ein wichtiges Tool für die gesamte Branche. Wir sind unabhängig und technisch auf dem neusten Stand. Wir entwickeln uns ständig weiter um sich auch den neuen Gegebenheiten anzupassen. Noch nutzen nicht viele Teehändler das Potenzial des Internets. Zwar haben viele stationäre Händler einen eigenen Online-Shop, doch die Materie ist mittlerweile so komplex und die Anzahl der Tee-Online-Shop so hoch, dass es sehr schwer ist aus der Masse hervorzustoßen. Tee Heimat und auch Cha Tao stellen eine Möglichkeit dar, um gefunden zu werden. Sei es Online oder Offline.
    Vielleicht hast Du ja die Möglichkeit Frau Köhler von edler-tee.de / le-chocolate über die Vorzüge einer starken Internet-Präsenz außerhalb des eigenen Shops zu berichten. Sei es nun bei Tee Heimat im Bereich Marken oder für die Darstellung ihres Teefachhandels. In beiden Fällen lohnt sich eine Kooperation sicherlich.
    Viele Grüße, Marc

  10. Womi sagt:

    Kaffee ist momentan voll im Trend mit einem pro Kopf Verbrauch von 167 Liter pro Jahr (noh vor Bier) ist das schon enorm!

  11. Marc sagt:

    Momentan? Kaffee ich seit den ’60, als alle gleich seine wollten im “Trend”. Ein Sorte für alle, das war toll, so das Verständnis bis heute. Langweilig!!!

    Ich habe das schon mal geschrieben. 167 Liter pro Kop und Jahr, wo bei die Zahl mehr auf die Produktion geht. Überlege einmal, wie viel Kaffee in den Büros in den Abfluss wandern. Man macht noch eine Kanne, trinkt aber nur noch eine Tasse. Von Verbrauch kann nicht wirklich gesprochen werden.

  12. Lara sagt:

    Sehr schöne Analyse. Hat mir bei meiner Studie wahrhaftig weiter geholfen.

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