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Flugtee – muss das sein?

Plakat “Eine unbequeme Wahrheit”Ich komme gerade das dem Film von AL Gore „Eine unbequeme Wahrheit“. Zwar wollte ich diesen Artikel schon vor dem Film schreiben, doch jetzt habe ich mich mal richtig beeilt.

Während wir heute bereits ab März den ersten First-Flush beziehen können, geht der Wettstreit um den frischesten Tee auf die Klipperrennen im 19.Jahrhundert zurück. Als Klipper wurden um die Mitte des 19.Jahrhunderts die schnellen, schnittig gebauten Teesegler bezeichnet, die den frisch geernteten Tee einer Jahresernte von China nach Europa transportierten. Wer als erster seine Ware im Hafen hatte, konnte den höchsten Preis erzielen.
Heute wird das Flugzeug benutzt. Ich bin zwar ein Teeliebhaber und was man lieb hat, sollte man nicht in den Rück fallen. Ich bin auch Unternehmer und verstehe den Markt, der sich hinter dem Flugtee befindet. Doch ich bin auch Mensch und möchte zeigen, dass die Co2 Belastung von Flugtee ein Problem für uns und zukünftige Generationen darstellt.
Eines vorweg, Flugtee ist im Vergleich zu anderen eingeflogen Waren, ein sehr kleiner Teil. Aber wie heißt es: „Auch Kleinvieh macht Mist.“

Eine Aussage, die man oft lesen kann: „Flugtee wird von Kenner besonders geschätzt.“ Da habe ich schon ganz andere Aussagen gehört. Zwei Teetaster mit denen ich gesprochen habe, meinten die Blätter würden zu frisch sein. Soll heißen, sie wurden zu früh gepflügt. Beim Flugtee kommt es halt immer noch darauf an, wer hat den ersten Tee im Laden. Die Flugzeuge nehmen sich nicht viel in der Geschwindigkeit, aber die Blätter können doch ein paar Tage früher gepflügt werden. Schon hat man einen Vorsprung, dass die Blätter noch gar nicht ihr volles Aroma aufbauen konnten scheint oft nicht zu stören. Daher noch mal die Frage: Flugtee – muss das sein?

Wir sollen auf Fernreisen verzichten, das Fernsehgerät komplett abschalten und vielleicht können wir auch auf den Flugtee nach und nach verzichten. Dabei helfen können klare Vergleiche, wie dieser hier. Um 100 t einen Kilometer zu bewegen braucht ein Schiff 1,6 Liter Treibstoff ein Flugzeug braucht 32 Liter. Klarer Sieg für das Schiff.
Wer jedoch unbedingt die super frische Ware am Ostertisch genießen möchte, findet hier einen Links, der hilft die Umweltbelastung und das Gewissen zu reduzieren. Wie bei Monopoly kann man sich freikaufen. www.atmosfair.de. Das schöne an der Homepage sie macht keinem einen Vorwurf.
Ich habe einmal Bremen – Bejing (Peking) berechnen lassen. Das würde dann 54 Euro (einfacher Flug) machen, die dann an Klimaschutzprojekte fließen. Ein bisschen viel für ein paar Tassen Tee. Daher empfehle ich z.B. Bremen – Frankfurt einfacher Flug für 6 Euro.

Wir müssen weiterhin versuchen, unsere schöne Erde zu schützen und das nicht nur beim Co2 Ausstoß. Der Klimawandel ist purer Ernst, der real und nicht zu leugnen ist. Wir müssen uns ändern. Veränderungen sind oft unangenehm doch es lohnt sich.

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