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Ist doch alles Latte

Tee ist dem Kaffee in vieler Hinsicht überlegen. Deshalb wird er auf der Welt so oft getrunken.  Er gilt als gesünder und weniger belastend. Die Ernten können mehrfach im Jahr eingeholt werden. Und auch der Wasser-Fußabdruck spricht deutlich für Tee. Bezüglich des Umsatzes ist Kaffee in unseren Regionen immer noch der Liebling der Gastronomen, obwohl die Margen im Teesegment wesentlich besser sind. Die Umsätze werden, ob in der Gastronomie oder im Einzelhandel, seit Jahren vor allem mit den Milch-Kaffee-Getränken gemacht und ebenfalls mit den sehr teuren Automaten. Diesem Thema hat sich auch der Spiegel angenommen.

Hier fordert der Autor im Grunde die Rückkehr zum Filterkaffee. Macht jetzt der Kaffeekonsum die Rolle rückwärts? Wird Kaffee bald wieder wie ein guter Losertee zubereitet? Schön wäre es, denn so könnte man den tatsächlichen Unterschied zwischen der Herstellung von Tee und Kaffee sehen.

Viele Gastronomen fürchten sich immer noch einen vernünftigen Tee anzubieten. Als Grund muss vor allem die angebliche Schwierigkeit der Zubereitung herhalten. Wenn die Milchizierung des Kaffees ein Ende haben wird und die Puristen wieder die Überhand gewinnen und das werden sie, denn jeder Trend ist mal vorbei. Dann ist die Zubereitung eines Tee wesentlich leichter. Schon heute ist die Zubereitung eines Tees nicht so kosten- und zeitintensiv wie die Zubereitung eines Latte Macchiatos. Doch ich frage mich, was ist so schwer ist, Heißeswasser in eine Kanne oder Tasse mit Tee zu gießen und etwas zu warten und dann den eingesetzen Filter aus dem Gefäß zu holen. Es ist schwerer, Kaffee in der richtigen Körnung zu mahlen, dann den Automaten mit dem Pulver zu bestücken und nach ein paar weiteren Schritten ein fertiges Glas mit drei Schichten zu haben. Diese Ausrede lasse ich nicht gelten. Denn gegen Feierabend muss die ganze Apparatur auch noch aufwendig gereinigt werden. Und futsch ist der angebliche Zeitvorteil. Ist das Ding dann auch noch defekt, dann muss ein Mechaniker kommen und der kostet. Es ist also doch nicht alles Latte – und guter Kaffee schon mal gar nicht.

Weitere Infos zum Thema Tee in der Gastronomie findet Ihr unter www.teeheimat.de

1 Antwort to “Ist doch alles Latte”

  1. teetrinker sagt:

    Also Tee zubereiten ist absolut einfacher als die Zubereitung von Kaffee. Ich verstehe die Gastronomen auch nicht. Der Preis für eine normale Tasse Tee (normaler Beutetee aus dem Supermarkt) wird in Teils Restaurants doch ziemlich hoch gehalten. Gibt es etwas besseres für den Gastronom? Er macht Wasser heiss und serviert mit Beutel. Da braucht er die Tasse nur noch ab zu waschen. Ich denke mal, das macht er jeweils beim Kaffee auch.

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