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Unruhen in Kenia sorgen für steigende Teepreise

Wappen von KeniaDie Preise für Tee sind seit Anfang des Jahres am steigen, das ist zwar schon seit einiger Zeit der Fall, doch jetzt sind vor allem die kenianischen Sorten dafür verantwortlich. Wegen den Unruhen, die seit den Wahlen in Kenia wieder frische aufgelebt sind, mussten die Auktionen in der ersten Januarwoche verschoben werden. Bei der Auktion in der zweiten Woche sind die Preise gegenüber der aus dem Vorjahr um ganze 17% auf $ 2,11/kg gestiegen. Diese Tendenz hält seit dem an. Eine große Anzahl von Teeproduzenten haben ihrer Aktivität momentan eingestellt. Im Rift-Valley sind viele Teepflücker wegen den anhaltenden Ausschreitungen geflohen. Nach Angaben der Kenya Tea Growers’ Association ist das Geschäftsvolumen um ca. 50% eingebrochen. Firmen wie Unilever Tea und Brooke Bond melden bereits hohe Verluste. Bereits vor den Unruhen wurde Kenia von Trockenheit geplagt, auch deshalb dürfte die Tee-Ernte deutlich geringer ausfallen.

Nicht nur die politischen Situation macht den Exporteure in Kenia und in den umliegenden Ländern Probleme und darüber hinaus den Hafen von Mombasa wird beeinträchtigt. Auch für andere Teeproduzenten müssen mit Konsequenzen. Die Importeure versuchen sich natürlich anderweitige einzudecken. Der größte Abnehmer für kenianischen Tee ist Pakistan, und zugleich einer der größten Importeure weltweit. Sie haben also die Stellung die Preise in die Höhe zu bringen. Auch Auktionen in anderen Ländern haben starke Preissteigerungen gebracht.
Wir können nur hoffen, dass sich die Regierung, vertreten durch Präsident Kibaki und die Opposition, vertreten durch Odinga, schnell zu einer guten Lösung finden. Vor allem aus Sicht der Bevölkerung.

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